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<title>Das GEO-Forum - Tipps an einen Fachfremden zum Thema Vermessung</title>
<link>http://forum.diegeodaeten.de/</link>
<description>DieGeodaeten.de ist ein geodätisches Portal, welches von Vermessungsingenieuren der HS Neubrandenburg ins Leben gerufen wurde. Neben Neuigkeiten aus den Bereichen Geodäsie und Geoinformatik werden Buchempfehlungen oder Downloads angeboten.</description>
<language>de</language>
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<title>Tipps an einen Fachfremden zum Thema Vermessung (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Das Problem mit der Altbauvermessung kenne ich, hatte ich 1975. Ecken rund geputzt, (aber eine war tatsächlich im Rechten Winkel), Maße nur mit Latte und Maßstab aufgenommen. Aus großen Alulatten und Blechwinkeln wurde ein großer Rechter Winkel zusammengeschraubt, Justage nach der 3-4-5-Methode. Die Spitze wurde abgesägt, damit krumme Ecken kein Problem machen. Die Abweichungen vom Rechten wurden mit dem Zollstock ermittelt. Meterriss klassisch mit Schlauchwaage angebracht.<br />
Alle Maße wurden in Autosketch 2.0 (von Autodesk, war damals gratis) gehackt. Und da sind sie heute noch. Ausdruck der Pläne über einen analogen A3-Stiftplotter. Deswegen halte ich noch einen funktionierenen DR-DOS-Rechner vor.</p>
<p>Ein Laserdistomesser erlaubt ja, daß man alleine und sehr schnell mißt. Mache ich jetzt auch. Das Eckenproblem löse ich mit einem rechtwinkligen (oder auch nicht) Stück Wellpappkarton, dessen Ecke ausgeschnitten ist. In 10 cm Abstand von den Kanten wird ein Papierwinkel senkrecht aufgeklebt, der als Lasertarget für beide Schenkel dient. Als Auflage dafür ein Stativ, eine Lattenholz oder ein Stapel Wasserkästen. Das Maß ist dann der Meßwert + 10cm. Der Lasernsatz muß dann natürlich auch 10 cm von der Ecke versetzt sein.<br />
Hat sich bei mir gut bewährt, die 2 mm Laserfehler reichen für einen Altbau.</p>
<p>Gruß   -   Werner</p>
]]></content:encoded>
<link>http://forum.diegeodaeten.de/index.php?id=6293</link>
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<pubDate>Thu, 29 Nov 2018 21:43:45 +0000</pubDate>
<category>Geodäsie/Vermessung</category><dc:creator>Werner45</dc:creator>
</item>
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<title>Tipps an einen Fachfremden zum Thema Vermessung (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Harry und Wallraff,</p>
<p><br />
prinzipiell habt ihr recht, das hatte ich ja auch schon erwähnt. Es kommt halt immer darauf an, <br />
wie genau es am Ende werden soll, und wieviel Aufwand man betreiben will, wenn man nur einfache <br />
Messgeräte zur Verfügung hat.</p>
<p><br />
Das Messen von Grundrissen in ca. 1m Höhe über Fußboden ist üblich, es sei denn es wird was anderes<br />
gebraucht (manchmal ist auch das Maß kurz unter der Decke gefordert, z.B. beim nachträglichen Einbau<br />
von Unterzügen etc.) Hinzu kommt, dass man auf dieser 1-m-Ebene gleich vorhandene Öffnungen (z.B. Fenster) <br />
lagerichtig  mit aufnehmen kann.</p>
<p><br />
Was die &quot;runden Ecken&quot; betrifft: <br />
Ich mache das meist so, dass ich mind. 3 Punkte an einer Wand messe: einmal in der Mitte, und  dann <br />
jeweils ca. 10 cm vor der Ecke. Die eigentliche Ecke wird dann später berechnet bz. im CAD konstruiert.<br />
So umgeht man eine Falschmessung bei evtl. vorhandener &quot;Rundung&quot; in der Ecke.</p>
<p>Viele Grüße! <br />
Matthias</p>
]]></content:encoded>
<link>http://forum.diegeodaeten.de/index.php?id=6274</link>
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<pubDate>Thu, 01 Nov 2018 08:12:13 +0000</pubDate>
<category>Geodäsie/Vermessung</category><dc:creator>dias</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Tipps an einen Fachfremden zum Thema Vermessung (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p>
<blockquote><p><br />
ein verformungsgerechtes Aufmaß bei Altbauten mit einfachsten Mittel ist nahezu unmöglich. </p>
</blockquote><p>Dem braucht man nichts hinzuzufügen.<br />
Wenn doch ... hier ein Beispiel auf S. 7 <br />
<a href="https://w3-mediapool.hm.edu/mediapool/media/fk01/fk01_lokal/fakultaet/ansprechpartner_5/professoren_6/bankel/lehrangebot/BA-Skript.pdf">Bauaufmaß-Skript</a></p>
<p>das ich aber nur nenne, weil man hier anonym bleibt <img src="http://forum.diegeodaeten.de/images/smilies/wink.gif" alt=";-)" title="zwinker" /> <br />
Man müsste das mit weiteren Dreiecksmessungen stabilisieren, aber ob das was bringt, s.o.</p>
<p>Grüße Wallraff</p>
]]></content:encoded>
<link>http://forum.diegeodaeten.de/index.php?id=6273</link>
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<pubDate>Wed, 31 Oct 2018 23:48:16 +0000</pubDate>
<category>Geodäsie/Vermessung</category><dc:creator>Wallraff</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Tipps an einen Fachfremden zum Thema Vermessung (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo (Ma)dias,</p>
<p>ein verformungsgerechtes Aufmaß bei Altbauten mit einfachsten Mittel ist nahezu unmöglich. Man kann aber Kompromisse eingehen, indem man die &quot;runden&quot; Ecken nicht direkt misst, sondern an den betreffenden Wänden / Mauern jeweils mehrere Punkte erfasst und mittels Ausgleichsgeraden und Geradenschnitt dann die fiktiven Eckpunkte berechnet.<br />
Mann muss auch bedenken, dass man bei solchen Aufgabenstellungen meist keine homogenen vertikalen Ebenen vorfindet und man sich auf einen einheitlichen Horizont (z. B. +1m über Fertigfußboden) einigen sollte.</p>
<p>mfg<br />
Harry</p>
]]></content:encoded>
<link>http://forum.diegeodaeten.de/index.php?id=6271</link>
<guid>http://forum.diegeodaeten.de/index.php?id=6271</guid>
<pubDate>Wed, 31 Oct 2018 08:57:01 +0000</pubDate>
<category>Geodäsie/Vermessung</category><dc:creator>Harry</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Tipps an einen Fachfremden zum Thema Vermessung (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Andreas,</p>
<p><br />
nur mit einem Laser-Entfernungemesser eine ganze Wohnung exakt zu vermessen wird sehr schwierig. <br />
Das ginge theoretisch nur, wenn man von exakt rechten Winkeln in allen Räumen ausginge. Und selbst dann <br />
würden sich kleine Messfehler schnell fortpflanzen...</p>
<p><br />
In einem Altbau ist meist nicht alles besonders rechtwinklig (eher die Ausnahme). Hinzu kommt der nicht<br />
immer gerade aufgebrachte Putz, und das Hauptproblem sind vor allem:  &quot;runde&quot; Ecken !!</p>
<p><br />
Ich habe schon einige auch größere Altbauten mit mehreren Geschossen zu Planungszwecken aufgemessen. <br />
Da musste alles ziemlich genau passen, auch geschossübergreifend. Mit einfachen Mitteln kommt man da <br />
nicht sehr weit, und es wird schnell ungenau.</p>
<p><br />
Die einzige vernünftige Methode ist die Vermessung mit einem Tachymeter (möglichst reflektorlos) <br />
durch Schaffung und Nutzung eines kleinen Festpunktfeldes innerhalb und ausserhalb des Gebäudes. <br />
(Auch eine Vermessung mittels Laserscanning käme natürlich in Frage, aber das schiesst meist über das <br />
Ziel hinaus...).</p>
<p><br />
Mit einem Laser-Entfernungsmesser lässt sich trotzdem zumindest ein Raum recht genau aufmessen. Die Methoden <br />
wurden schon genannt:  Seiten messen, Diagonalen messen, evtl. Winkel berechnen usw.<br />
Die Vorraussetzung ist natürlich, dass man sehr exakt misst! Das ist gerade bei den Diagonalen oft schwierig,<br />
die diese wie schon erwähnt meist &quot;rundgeputzt&quot; sind. Und so fehlen dann schnell ein paar Zentimeter...</p>
<p><br />
Wenn man wirklich nur einen Laser zur Verfügung hat gäbe es noch eine weitere Möglichkeit, die aber<br />
ziemlich aufwendig ist: </p>
<p><br />
Man spannt quer durch die Wohnung (wenn möglich durch mehrere Zimmer) eine gerade Schnur, oder besser <br />
gleich ein Maßband. Dieses ist dann eine Art Grundlinie. Auf dieser Grundlinie schafft man sich Punkte, <br />
von denen man die Zimmerecken sehen und messen kann. Jede Zimmerecke muss dabei von mind. 2 Punkten aus <br />
gemessen werden. Diese sollten möglichst weit auseinander liegen. Dieses Verfahren nennt sich <br />
&quot;Vorwärtseinschneiden über Streckenmessung&quot;.</p>
<p><br />
Der Abstand der Punkte muss natürlich bekannt sein, deshalb eignet sich ein Maßband besonders gut. <br />
Habe ich alles gemessen und notiert kann ich im CAD mit den ermittelten Maßen alles gut konstruieren. <br />
Falls das zu kompliziert klingt kann ich auch mal eine Skizze anhängen.</p>
<p><br />
Die Methode hat natürlich den Nachteil, dass ich nicht alle Zimmer mit einer Grundlinie erreichen werde. <br />
In dem Fall muss man sich rechtwinklig dazu Nebenlinien schaffen, und auf diese dann messen.</p>
<p>Das beste wäre natürlich wenn du dir mal für paar Stunden einen Tachymeter leihen könntest...</p>
<p><br />
Viele Grüße!</p>
<p>Matthias</p>
]]></content:encoded>
<link>http://forum.diegeodaeten.de/index.php?id=6270</link>
<guid>http://forum.diegeodaeten.de/index.php?id=6270</guid>
<pubDate>Tue, 30 Oct 2018 14:21:02 +0000</pubDate>
<category>Geodäsie/Vermessung</category><dc:creator>dias</dc:creator>
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