- Untersuchung zur Höhenübertragung mittels Nivellement in Vorbereitung von Stromübergangsmessungen im Rahmen der Erneuerung des DHHN92 (+ Zusatz: Bodenuntersuchung)
Die angefertigte Diplomarbeit gliedert sich in zwei Themen. Das erste Thema umfasst die Untersuchungen zur Durchführung von Stromübergangsmessungen. Ziel ist es, eine Aussage über die Genauigkeit für die Messungen aufzustellen. Es soll dabei mit möglichst wenig Aufwand eine solche Messung durchgeführt werden, so dass sie bei der Übertragung auf andere Messstellen ebenso effektiv eingesetzt werden kann. Möglichst wenig Aufwand bedeutet hierbei, dass für die eigentliche Messung nur das Instrument, ein Ni002, eine Nivellierlatte und eine Zielvorrichtung, je Uferseite, verwendet werden. Im Zuge der Vorbereitungen für die Stromübergangsmessungen im Landesnetz soll ein geeignetes Zielzeichen gefunden werden. Als Grundlage wird eine bereits vorhandene Zielvorrichtung bereitgestellt. Es ist darauf aufbauend eine Zieltafel zu suchen, die eine gute Einstellbarkeit über große Distanzen gewährleistet.
Die Stromübergangsmessungen werden neben der klassischen geometrischen Höhenübertragung auch mit dem Verfahren der Vermessung mit Satelliten durchgeführt. Hierbei wird das System NAVSTAR-GPS (Navigation Satellit Timing and Ranging – Global Positioning System), kurz GPS genannt, verwendet. Die satellitengestützte Vermessung findet in vielen Bereichen immer größere Bedeutung, da sie eine einfache Messung ermöglicht. Die Untersuchung der Messung mit GPS ist das Thema einer zweiten parallel, durch Philipp Radtke, angefertigten Diplomarbeit. Die Messungen für die Stromübergänge werden teilweise gleichzeitig durchgeführt, so dass ein direkter Vergleich bei identischen Bedingungen erfolgen kann. Im Ergebnis soll dann herausgestellt werden, wo Vor- und Nachteile der Systeme vorhanden sind und welche Methode für zukünftige Messungen geeignet erscheint. Das zweite Thema behandelt die Durchführung einer Standortwahl. Dies wird im Hinblick auf den Aufbau eines neuen Festpunktfeldes durchgeführt. Um geeignete Standorte für zukünftige geodätische Grundnetzpunkte zu erhalten, soll für jeden topografisch geeigneten Standort eine Untersuchung in Bezug auf die geologische Eignung erfolgen. Hierzu soll ein Schema erarbeitet werden, mit dessen Hilfe sich eine Standortwahl mit möglichst geringem Aufwand durchführen lässt. Um die Theorie an einem praktischen Beispiel zu zeigen, wird an einem bereits topografisch festgelegten Standort eine solche geologische Untersuchung, beruhend auf dem erstellten Schema, durchgeführt.
Eine Unterstützung in diesem Teilabschnitt erfährt die Arbeit durch den Dipl.-Geologen Mischel Eismann, der Mitarbeiter an der Hochschule Neubrandenburg im Bereich Bauwesen ist. Trotz dieser beiden recht unterschiedlichen Themen erfolgt im Aufbau der Arbeit keine strikte Trennung insofern, dass bereits in der Gliederung zwei große Kapitel herausgestellt werden. Vielmehr erfolgt ein Aufbau mit vielen kleineren Kapiteln, von denen sich jedes mit einem bestimmten Abschnitt der Vorbereitungen, Untersuchungen und Messungen beschäftigt. Im zweiten Kapiteln wird auf die Grundlagen eingegangen, wobei besonders die aus der Literatur gewonnenen Informationen dargelegt werden. Nachfolgend beschäftigen sich die Kapitel mit der Prüfung der Messausrüstung und der Findung und Verwendung eines geeigneten Zielzeichens. Im fünften Kapitel wird auf das für die Stromübergangsmessungen angelegte Netz eingegangen. Dies bildet eine wichtige Grundlage, da somit der direkte Vergleich zwischen beiden gewählten Uferseiten hergestellt wird. In den anschließenden Kapiteln werden die Messungen beschrieben, ausgewertet und ein Resultat daraus gezogen. Im achten Kapitel wird auf die Errichtung des Festpunktes eingegangen, wobei hier zunächst Literatur und die Erstellung des Schemas behandelt werden. Nachfolgend werden die Standortuntersuchung an einem gewählten Punkt und die Auswertung vorgenommen.
- Autor:
- Betreuer:
- Prof. Dr.-Ing. Gerhard Schlosser
- Prof. Dr.-Ing. Hans-Jürgen Larisch

